Unsere Geschichte

Im Jahre 1950 gründete Paul Flimmers mit einigen jungen Stammheimern das "Allgemeine Schützentambourkorps Köln-Stammheim". Den Anstoß hierzu gab der Besuch des Schützenfestes in Rheinkassel-Langel, wo die Musik der im Festzug teilnehmenden Spielmannszüge den Stammheimer Jungschützen zu gefallen wusste. Die Gründungsversammlung fand Anfang September 1950 im Lokal Willi Förster statt. Mit großem Idealismus, Verzicht auf Taschengeld und mit der Unterstützung einiger Stammheimer Bürger konnte man durch die Vermittlung von Herrn August Nell, den man als Übungsleiter gewann, die ersten Trommeln und Flöten kaufen.

 

Da man das Flöten und Trommeln nach Noten noch nicht beherrschte, wurde mit Hilfe von "Grifftabellen" im "Offizierszimmer" auf dem Schützenplatz als erstes Musikstück der "Torgauer Marsch" erlernt. Mit diesem Marsch stellte man sich Anfang November 1950, anlässlich der Diamantenen Hochzeit der Eheleute Klein, der Stammheimer Bevölkerung vor. Da noch die finanziellen Mittel fehlten, um eine vereinseigene Uniform anzuschaffen, spielte man hier und in den nächsten Jahren in Uniformen, die von hilfreichen Schützenbrüdern leihweise zur Verfügung gestellt wurden. Mit großem Eifer und echter Begeisterung wurden auch weiterhin die Übungsstunden besucht. Es formte sich innerhalb kurzer Zeit eine fest zusammenhaltende Gemeinschaft, die spielerisch so weit fortgeschritten war, dass die ersten Schützenfeste besucht werden konnten.

 

Um bessere Kontakte zu anderen Spielmannszügen zu bekommen, schlossen wir uns dem damaligen Zweckverband an. Bei den vom Zweckverband veranstalteten Wettstreiten wurde viermal in ununterbrochener Reihenfolge die Verbandsmeisterschaft errungen. Im Jahre 1955 wurde unser Korps zum "Bundesschützentambourkorps" ernannt.

Nach den Wettstreiten 1955, 1957, 1960 und 1962, die wir in Stammheim veranstalteten, folgten mehrere Freundschaftstreffen. Durch diese Veranstaltungen, zu denen uns viele befreundete Korps und Fanfarenzüge besuchten, war es uns möglich, der Stammheimer Bevölkerung den Zweig der Musik, den wir vertreten, näher zu bringen.

 

Durch die regelmäßige Teilnahme an Schützenfesten und Karnevalsumzügen, insbesondere am Kölner Rosenmontagszug, hatte sich die finanzielle Lage des Vereins so gebessert, dass man beschloss, das äußere Bild des Korps durch einen Schellenbaum zu verschönern. Mit der Unterstützung zahlreicher Gönner und nicht zuletzt durch unsere zahlreichen inaktiven Mitglieder, wurde von aktiven Spielleuten in Handarbeit ein Schellenbaum geschaffen, der seinesgleichen suchte. Im Jahre 1958 legte unser Ehrenmitglied und langjähriger Ausbilder, Herr August Nell, sein Amt nieder. Auf der Suche nach einem neuen Ausbilder stießen wir im August 1960 auf den Musikmeister Hermann Bornkessel. Unter seiner musikalischen Anleitung und der praktischen Unterstützung durch Eugen Nell sowie der bewährten Stabsführung des Tambourmajors Peter Zander, erlebten wir einen riesigen musikalischen Aufschwung.

Herr Bornkessel hat es in kurzer Zeit verstanden, durch Erfahrung und Liebe zur Musik, das "Allgemeine Schützentambourkorps Köln-Stammheim" von einem Erfolg zum nächsten zu führen und weit über die Grenzen unserer Heimat bekannt zu machen. Die in dieser Zeit errungenen Sieges-Pokale geben Zeugnis von der bisher erfolgreichsten Zeit unseres Korps. Besonders zu erwähnen sei an dieser Stelle die im Jahre 1967 errungene "Europameisterschaft der Spielmannszüge"!

 

Leider musste Herr Bornkessel im September 1969 aus gesundheitlichen Gründen das Amt als musikalischer Ausbilder aufgeben. Herr Bornkessel stand uns dann noch einige Zeit beratend zur Seite, bis sein Gesundheitszustand auch dieses nicht mehr erlaubte. Dies bedeutete für unser Korps einen großen Verlust. In unserem aktiven Spielmann Eugen Nell, Sohn unseres ersten Ausbilders, fanden wir einen Nachfolger für Herrn Bornkessel. Unter seiner musikalischen Leitung, und einige Jahre auch unter seiner Stabsführung als Tambourmajor, wurde das musikalische Erbe von Herrn Bornkessel erfolgreich fortgeführt.

 

Nach dem Ausscheiden von Eugen Nell im Jahre 2002 ging die Stabsführung auf Peter Brün über. Die musikalische Leitung übernahmen unsere aktiven Spielleute Hermann Frein, Hans-Peter Jansen und Peter Muschkat.

 

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